Entdeckt wurden die effektiven Mikroorganismen in den 80er Jahren in Japan von Professor Teruo Higa. Es sind etwa 80 verschiedene Arten von aeroben und anaeroben Hefen, Milchsäurebakterien und Photosynthesebakterien, die in perfekter Symbiose leben und starke regenerative Kräfte erzeugen. Was können diese effektiven Mikroorganismen praktisch bewirken? Professor Higa fand heraus, dass es im Wesentlichen drei Arten von Mikroorganismen gibt:
Die ersten beiden Gruppen liegen in ständigem Kampf miteinander. Die Dritte schließt sich dem Gewinner an. Die effektiven Mikroorganismen verhelfen nun dazu, die regenerativen Mikroorganismen zu stärken und die Opportunisten auf ihre Seite zu ziehen, um so die stärkste Gruppe zu werden und den Aufbau bestimmen zu können.
Vor dem Einstreuen wird der Stall mit EM Lösung besprüht, dadurch enthält auch der Mist EM und dieser setzt sich dann besser um. Zusätzlich kann der Misthaufen in regelmäßigen Abständen mit EM besprüht werden. Der Mist fault nicht auf der Mistplatte, da Fliegen sich nur im faulen Milieu entwickeln, reduziert sich die Anzahl der Fliegen von selbst. Des Weiteren entsteht durch den Einsatz von EM ein sehr guter Kompost, dieser lässt sich landwirtschaftlich effektiv verwerten.
EM eignet sich zur Wundheilung, auch bei schlecht heilenden oder tiefen Wunden. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Pferd mit starker Mauke im Stall ließ sich zum Schluss nicht mehr an den Vorderbeinen anfassen und behandeln. Nach dem Besprühen der Mauke mit EM fielen nach ein paar Tagen die größten Krusten ab und die betroffenen Stellen heilten komplett aus. EM kann für solche Anwendungen nicht nur als Lösung zum Einsprühen benutzt werden, es lässt sich auch eine sehr gute Wundsalbe daraus herstellen. Bitte beachten Sie: Natürlich ersetzt EM in schwierigen Fällen und in Notsituationen nicht den Tierarzt!
Durch den Einsatz von EM heilen etwa bei Sommerekzemen und Schuppen die offenen Hautstellen besser ab und es bilden sich keine Entzündungen, der Juckreiz lässt nach.
Schädliche Keime werden verdrängt, bei überbeanspruchten Weiden wurde durch die Anwendung von EM eine wesentliche Verbesserung der Grasnarbe festgestellt.
Ein mit EM gepflegter Stall stinkt nicht. Bereits 1989 wies EM Entdecker Dr. Higa darauf hin, dass z. B. Ammoniak und andere schädliche Stoffe tierischer Ausscheidungen EM als Nahrung dienen und so biologisch "entsorgt" werden. Als positives Ergebnis erhält man ein gesundes und angenehmes Stallklima. Putzzeug, Halfter und Stricke können in einem 10-Liter-Eimer mit warmem Wasser und EM über Nacht eingeweicht werden. Danach werden sie mit klarem Wasser abgespült und an der Luft getrocknet.
EM im Praxiseinsatz
EM können Sie in der gewünschten Menge mit etwas Übung und dem richtigen Equipment selbst herstellen. Sie benötigen dazu die Basisflüssigkeit EM1, aus der die Anwendungslösung EMa hergestellt wird. EMa ist vermehrtes, aktiviertes EM1, es kommt als Anwendungsflüssigkeit im Stall und auf der Weide zum Einsatz.
Herstellung von EM a
Sie benötigen EM1 und Zuckerrohrmelasse zu gleichen Teilen sowie Wasser. Nach 7-10 Tagen Fermentationszeit bei gleichbleibender Temperatur zwischen 25 und 37 Grad C erhält man die 30-fache Menge EMa (welches innerhalb von 14 Tagen verbraucht werden sollte). Der Preis für selbst hergestelltes EMa liegt unter 1 Euro. Vorteilhaft ist ein Fermenter, den Sie zusammen mit den nötigen Zutaten als Starterset zu einem Preis von ca. 170,- Euro erwerben können.
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Andrea Everding, die Expertin für Futterfragen bei Eggersmann, berät Sie gerne.
Tel: 0 57 51/179 3-32 oder kostenlos 0800 / 17 93 320Mail: info@eggersmann.info